Die Anfänge von Athesia reichen ins Jahr 1888 zurück. Zunächst als Pressverein und danach unter dem Namen Tyrolia wurde das Unternehmen im gesamten Tiroler Raum führender Akteur in den Bereichen Medien, Druck, Verlag, Buch- und Papierhandel, Verlag und Kalender. Heute ist die Athesia Gruppe als zukunftsorientiertes Unternehmen in weiteren, unterschiedlichen Branchen tätig. Und mit 1100 engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie einigen Hundert freien Mitarbeitenden zählt Athesia zu den bedeutenden Arbeitgebern in der Region.
Die „Brixener Chronik“ erscheint auf Initiative von Prof. Msgr. Aemilian Schöpfer. Es folgt die Gründung des „Katholisch-Politischen Pressvereins“.
Ab 1892 erscheint vierzehntäglich der „Tiroler Volksbote“, ab 1900 erscheint dreimal die Woche „Der Tiroler“. Erste Bücher werden verlegt und über die eigenen Buchhandlungen verkauft.
Aus den beiden Pressvereinen Brixen und Bozen mit Druckerei in beiden Städten geht die Verlagsanstalt „Tyrolia GmbH“ hervor. Während des Ersten Weltkriegs wird die Unternehmensleitung nach Innsbruck verlegt.
Nach der Teilung Tirols druckt Tyrolia in Bozen einen eigenen „Volksboten“ für die deutschsprachige Bevölkerung in Südtirol.
Nach Ankauf des Hauses unter den Bozner Lauben 41 wird hier die Buchhandlung eröffnet.
Kanonikus Michael Gamper, der bereits seit vor dem Ersten Weltkrieg freier Mitarbeiter der Tyrolia war, wird Leiter des Südtiroler Zweiges der Verlagsanstalt Tyrolia.
Unter dem Zwang des Faschismus werden die deutschsprachigen Zeitungen in Südtirol umbenannt und zeitweilig verboten. Ende 1926 darf die „Dolomiten“ als katholische Zeitung wieder erscheinen.
„Tyrolia“ muss mehrfach umbenannt werden: zunächst, im Jahr 1925, in „Verlagsanstalt Vogelweider“, ab 1936 in „Verlagsanstalt Athesia“.
Während des Zweiten Weltkriegs werden die Betriebe der Athesia im Jahr 1943 durch die Nationalsozialisten beschlagnahmt. Kanonikus Michael Gamper flieht ins Exil, führende Redakteure werden nach Dachau deportiert.
Athesia kann den Betrieb wieder aufnehmen. Ab dem 19. Mai erscheinen die „Dolomiten“ wieder kontinuierlich als Tagblatt der Südtiroler.
Toni Ebner wird Direktor der Athesia und 1956 – nach dem Tod von Kanonikus Michael Gamper – auch Chefredakteur der „Dolomiten“.
Das neue Athesia-Gebäude am Weinbergweg in Bozen wird in Betrieb genommen. Die Druckerei wird von der Museumstraße hierher verlegt, auch die Redaktion erhält später hier ihren neuen Sitz, 1982 wird die neue Buchbinderei fertig gestellt.
Das neue Buch- und Papierwarengeschäft in Brixen wird eröffnet.
Nach dem unerwartet frühen Ableben von Toni Ebner übernimmt Peter Plattner als Direktor die Führung der Athesia.
Josef Rampold wird Chefredakteur der „Dolomiten“.
Der Zeitungsdruck wird digitalisiert, der Bleisatz hat ausgedient. Drei Jahre später geht die neue 6-Farben-Offsetdruck-Maschine in Betrieb, im Jahr 1888 auch die neue Rotationsmaschine UNIMAN.
Ab 1985 erscheint das „Dolomiten-Magazin“, zwei Jahre später der „Wirtschaftskurier“, im Jahr 1989 auch die Sonntagszeitung „Zett“.
Mit der Gründung des Papier-Großhandels werden die Geschäftsbereiche weiter diversifiziert.
Athesia fasst Fuß in der Tourismusbranche. Aus einer Fusion entstehen die Reisebüros „Alpina Tourdolomit“, die Mitte der1990er Jahre zur Gänze Teil der Athesia Gruppe werden.
Die neue große Papierhandlung in der Bozner Goethestraße wird eröffnet.
Michl Ebner übernimmt als Direktor die Führung der Athesia Unternehmensgruppe.
Toni Ebner jun. wird Chefredakteur der „Dolomiten“. Einige Seiten der „Dolomiten“ erscheinen erstmals in Farbe.
Die „Dolomiten“ geht erstmals online, ein Jahr später startet das Online-Nachrichtenportal „stol.it“.
Ausgehend von der Beteiligung und späteren Übernahme des Internet- und IT-Dienstleisters D.Net spielt Athesia in diesen Jahren eine wesentliche Rolle bei der Digitalisierung der Südtiroler Medienlandschaft.
Als Mitbegründerin der Brennercom AG baut Athesia den Sektor der Informations- und Kommunikationstechnologie weiter aus. Verkauf der Brennercom AG im Jahr 2020.
Im Jahr 2004 wird die vormalige Verlagsanstalt Athesia GmbH in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.
Mit den Bezirkszeitungen „QuiMedia“ entsteht ein Medienangebot auch für das italienischsprachige Publikum.
Über aveo tours werden Urlaubspakete geschnürt mit Direktflug ab Bozen, bereits seit 2001 werden Gruppenreisen mit Charterflügen ab Bozen organisiert.
Mit der Gründung der Athesia Energy GmbH steigt Athesia in den Geschäftsbereich der erneuerbaren Energien ein: mit Bioenergie- Photovoltaik- und Windkraftanlagen in Ober- und Süditalien.
Athesia beteiligt sich mit 50 % an der Hotel Therme Meran GmbH.
Im neuen Logistikzentrum in Bozen Süd wird der Großhandel im Bereich Büroartikel, Papier- und Schreibwaren gebündelt. In den Jahren zuvor sind mehrere Firmen übernommen worden, darunter Grafus und Fotrans, im Jahr 2010 auch Loeff System. Im Jahr 2015 folgt eine Beteiligung bei Canins GmbH, dem führenden Unternehmen für Verpackungsmaterialien im Lebensmittelbereich.
Die neue Rotationsmaschine Colorman XXL geht in Betrieb: ein weiterer Quantensprung in Sachen Qualität und Geschwindigkeit im Zeitungsdruck.
Im selben Jahr übernimmt die Athesia Gruppe den Tappeiner-Verlag.
Athesia übernimmt Anteile an der Schnalstaler Gletscherbahnen AG und wird ab 2018 Mehrheitseigentümerin. Es folgen umfangreiche Investitionen mit dem Ziel, das Ski- und Wandergebiet Alpin Arena Schnals als Destination für Sport- und Naturbegeisterte und als Wirtschaftsmotor weiterzuentwickeln und langfristig abzusichern.
Durch Übernahme des vormaligen KV&H Verlages erfolgt der Einstieg in das internationale Kalender-Geschäft. Über die Athesia Kalenderverlag GmbH ist Athesia heute Marktführer im deutschsprachigen Raum.
Mit der mehrheitlichen Übernahme des Zeitungsverlages SETA SpA mit den Tageszeitungen „Alto Adige“ und „Trentino“ wird Athesia auch auf dem regionalen italienischen Medienmarkt führend. Zwei Jahre später kommen die SIE SpA mit der Tageszeitung „l'Adige“ sowie der Privatsender „Radio Dolomiti“ zu Athesia. Mit Übernahme der Agentur MediaAlpi wird nun auch der Anzeigenmarkt in lokalen italienischen Medien abgedeckt.
Athesia erwirbt das Castel Fahlburg in Prissian, das nach umfangreicher, behutsamer Sanierung im Jahr 2024 als einzigartige Event-Location eröffnet wird.
Mit dem Hotel Villa Capri in Gardone Riviera, direkt am Westufer des Gardasees, erwirbt Athesia ein weiters Hotel an einem exklusiven Standort.
Die 50 Jahre alte Gletscherseilbahn in der Alpin Arena Schnals wird vollständig erneuert und in Betrieb genommen. Im Jahr darauf folgt der Total-Umbau der Talstation und die Errichtung eines einladenden Gastlokals.
Umbau und Erweiterung des Athesia-Hauses in der Bozner Museumstraße sind abgeschlossen. Am früheren Sitz der Druckerei und der Verwaltung befinden sich nun Geschäftsflächen und Mietwohnungen.
Gegen Jahresende erwirbt Athesia das Sporthotel Kurzras.
Elmar Pichler Rolle wird Chefredakteur der “Dolomiten”
Die neue, leistungsstarke Druckmaschine des Typs Speedmaster XL wird in Betrieb genommen. Für kleinere und mittlere Auflagen und für personalisierte Drucksorten wurde zwei Jahre vorher erstmals eine Digitaldruckmaschine gekauft.