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Die Druckerei am Weinbergweg entsteht ...


Unter den zahlreichen hohen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, welche die Tyrolia besuchten, befand sich im Jahre 1970 auch der damalige Bundeskanzler Dr. josef Klaus (rechts im Bild), der sich u.a. eine Setzmaschine erklären ließ. Links von ihm (verdeckt) Druckereidirektor Konrad Kirchmair, daneben Landeshauptmann Eduard Wallnöfer, Präsident Probst Dr. Heinz Huber und Generaldirektor Dr. Georg Schiemer
Eine glückliche Hand hatte Kanonikus Gamper, als er schon bald nach seiner Rückkehr aus der abenteuerlichen Flucht Dr. Toni Ebner als einen seiner engsten Mitarbeiter für die geschäftliche Führung der Athesia einstellte. Diesem fiel dann ab April 1951 als Direktor der Athesia die Aufgabe zu, die Buch- und Papierhandlungen auszubauen und zu modernisieren sowie mit dem großen Neubau in der Bozner Industriezone eine markante Wegmarkierung in der Entwicklung des Unternehmens zu setzen. Eine noch nie dagewesene stürmische technische Entwicklung nahm in der Nachkriegszeit auf dem Gebiet des Druckereiwesens ihren Lauf. Eine umwälzende Neuerung stellte die Ablösung des Buchdruckes durch den Offsetdruck dar. Die Aufträge stiegen so sprunghaft an, daß schon bald vier Offsetmaschinen, davon eine Zweifarbenmaschine, auf Hochtouren arbeiteten. Dies setzte aber eine neue Arbeitsweise mit zusätzlichen Maschinenräumen und neuen Anlagen voraus. Hatte man zunächst versucht, das 1947 aus Bombenruinen wiedererstellte Bozner Druckerei- und Redaktionsgebäude in der Museumstraße durch mehrere Zubauten zu vergrößern, um der ansteigenden Raumnot Herr zu werden, so kam man allmählich zur Einsicht, daß nur ein Neubau außerhalb des Stadtkerns eine sichere Lösung für die Zukunft sein konnte. Man erwarb daher im Jahre 1961 von einer Obstgenossenschaft ein Grundstück in Gries, das sich jedoch nach einer ersten Planung doch als ungeeignet erwies. Schließlich fiel auf der Suche nach geeigneten Bauplätzen die Wahl auf eine Obstwiese am Weinbergweg in der Industriezone von Bozen, für die man sich trotz der anfänglichen Bedenken wegen der größeren Entfernung vom Stadtzentrum dann doch entschied. Im Jahre 1966 wurde mit dem Bau des zweistöckigen Bürotraktes und der großen Druckereihalle begonnen.

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