uid:
pwd:
registrieren | login
 










Athesia Saga
Athesiadruck
Athesia Images
Printmedien
Anzeigen Preisliste
Lageplan
Stellenangebote
Telefonverzeichnis
Kontakt
Werbung im Internet

Die abenteuerliche Flucht von Kanonikus Gamper


Kanonikus Michael Gamper

Das Gudaunerhaus in Bozen, Lauben 41

Das Druckereigebäude in Bozen wurde 1943 durch einen Bombenangriff schwer beschädigt

Die Jagd auf Kanonikus Gamper begann nach Badoglios Waffenstillstand mit den Alliierten am 8. September 1943. Männer der Geheimen Staatspolizei des Deutschen Reiches machten sich auf die Suche nach dem Kämpfer für das Deutschtum im Süden Tirols. In einem amtlichen nationalssozialistischen Dokument wurde er als "Volksfeind Nummer 1" bezeichnet. Der Kanonikus verstand es jedoch, seinen Häschern zu entrinnen. Mit Hilfe treuer Freunde, die in jener Zeit spärlich gesät waren, flüchtete er am 9. September 1943 in die Berge. In den frühen Morgenstunden schlich sich der Kanonikus zu Fuß über die Bozner Wassermauer und über St. Anton auf den Ritten. Dort fand er Unterschlupf bei der Bozner Patrizierfamilie Gelf. Diese vermittelte auch Gampers Versteck für die nächsten Wochen: das Widum des Pfarrers von Wangen, Pater Polykarp Obkircher.

Am zweiten Tag seiner Flucht erreichte Gamper unerkannt, trotz der Begegnung mit einer Streife des Südtiroler Ordnungsdienstes, den Pfarrhof von Wangen. Die Pfarrhaushälterin Ursula Kaserer kümmerte sich in den folgenden acht Wochen um den Flüchtling. Im Gästezimmer des Widums, bei geschlossenen Fensterläden, wartete Gamper auf eine Fluchtmöglichkeit nach Florenz, wo er vorsorglich und unter strengster Geheimhaltung ein Versteck ausgemacht hatte. Bis Ende Oktober lebte Gamper in seinem Versteck in Wangen, unentdeckt von Gestapo und Südtiroler Ordnungsdienst. Inzwischen konnte ein Freund der Familie, der Innsbrucker Offizier Franz Pellet, für die Flucht nach Florenz gewonnen werden. Am 30. Oktober 1943 startete der 38jährige Pellet, der einen Marschbefehl für eine sogenannte "Abwehrbesprechung" hatte ausstellen lassen können, mit dem 65jährigen Haubold und dem 35jährigen Chaffeuer Kopp in einem offenen VW-Kübelwagen von Igls. Major Kachina blieb als "Feuerwehr" im Fall eines Scheiterns der Unternehmung in der Zentrale zurück. Am Abend desselben Tages trafen sich die Abwehrspezialisten in der Wohnung von Anna Flies, einer Schwester Gampers. Dort wurde mit Familienmitgliedern und engen Freunden die Fluchtaktion abgesprochen. In den frühen Morgenstunden des nächsten Tages machten sich Dr. Vinzenz Oberhollenzer, ein enger Mitarbeiter Gampers, und Pater Otto Haberer zu Fuß auf den Weg nach Wangen. Oberst Haubold und Josef Kopp bestiegen zur gleichen Zeit den Kübelwagen und begaben sich von Bozen aus an die vereinbarte Stelle: die Sarntaler Straße, dort, wo der Weg vom Ritten einmündet. Oberhollenzer führte Gamper von Wangen hinunter zum Treffpunkt. Es ging dabei ein Stück voraus, um eventuelle Patrouillen des Südtiroler Ordnungsdienstes abzufangen. Ohne Zwischenfälle gelangten beide zur Straße. Dort empfing sie Haubold, der mit stoischer Ruhe den Flüchtenden begrüßte, so als stünde nicht das Leben aller Beteiligten auf dem Spiel. Kopp erinnerte sich später, gegen 10.00 Uhr vom Treffpunkt an der Sarner Straße abgefahren zu sein. Kanonikus Gamper wurde eine Lederhaube aufgesetzt, wie sie zu dieser Zeit Offiziere in offenen Autos zu tragen pflegten, um sein auffallendes schlohweißes Haar zu verdecken. Auf dem Weg nach Bozen wartete Gampers Schwester bei Schloß Ried mit etwas Proviant und Geld für die bevorstehende Reise.

Die politische Situation vor 100 Jahren

Ein Verlag entsteht

Der erste Weltkrieg

Von Namensänderungen und Attentaten

Und dann kam Hitler

Die Handelsbetriebe als Säulen des Unternehmens

Die abenteuerliche Flucht von Kanonikus Gamper

Was Lebensmittel mit einem Memorandum zu tun haben

Ein neuer Anfang

Rehabilitation in allen Belangen

Die Druckerei am Weinbergweg entsteht ...

Und die Druckerei wächst und wächst ...

Auch Athesia-Tyrolia- Druck platzt aus allen Nähten



1997 - 2009 | www.stol.it | © Südtirol Online | Impressum. | Steuer/MwSt.Nr.: IT 00853870210