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Die abenteuerliche Flucht von Kanonikus Gamper
Am zweiten Tag seiner Flucht erreichte Gamper unerkannt, trotz der Begegnung mit einer Streife des Südtiroler Ordnungsdienstes, den Pfarrhof von Wangen. Die Pfarrhaushälterin Ursula Kaserer kümmerte sich in den folgenden acht Wochen um den Flüchtling. Im Gästezimmer des Widums, bei geschlossenen Fensterläden, wartete Gamper auf eine Fluchtmöglichkeit nach Florenz, wo er vorsorglich und unter strengster Geheimhaltung ein Versteck ausgemacht hatte. Bis Ende Oktober lebte Gamper in seinem Versteck in Wangen, unentdeckt von Gestapo und Südtiroler Ordnungsdienst. Inzwischen konnte ein Freund der Familie, der Innsbrucker Offizier Franz Pellet, für die Flucht nach Florenz gewonnen werden. Am 30. Oktober 1943 startete der 38jährige Pellet, der einen Marschbefehl für eine sogenannte "Abwehrbesprechung" hatte ausstellen lassen können, mit dem 65jährigen Haubold und dem 35jährigen Chaffeuer Kopp in einem offenen VW-Kübelwagen von Igls. Major Kachina blieb als "Feuerwehr" im Fall eines Scheiterns der Unternehmung in der Zentrale zurück. Am Abend desselben Tages trafen sich die Abwehrspezialisten in der Wohnung von Anna Flies, einer Schwester Gampers. Dort wurde mit Familienmitgliedern und engen Freunden die Fluchtaktion abgesprochen. In den frühen Morgenstunden des nächsten Tages machten sich Dr. Vinzenz Oberhollenzer, ein enger Mitarbeiter Gampers, und Pater Otto Haberer zu Fuß auf den Weg nach Wangen. Oberst Haubold und Josef Kopp bestiegen zur gleichen Zeit den Kübelwagen und begaben sich von Bozen aus an die vereinbarte Stelle: die Sarntaler Straße, dort, wo der Weg vom Ritten einmündet. Oberhollenzer führte Gamper von Wangen hinunter zum Treffpunkt. Es ging dabei ein Stück voraus, um eventuelle Patrouillen des Südtiroler Ordnungsdienstes abzufangen. Ohne Zwischenfälle gelangten beide zur Straße. Dort empfing sie Haubold, der mit stoischer Ruhe den Flüchtenden begrüßte, so als stünde nicht das Leben aller Beteiligten auf dem Spiel. Kopp erinnerte sich später, gegen 10.00 Uhr vom Treffpunkt an der Sarner Straße abgefahren zu sein. Kanonikus Gamper wurde eine Lederhaube aufgesetzt, wie sie zu dieser Zeit Offiziere in offenen Autos zu tragen pflegten, um sein auffallendes schlohweißes Haar zu verdecken. Auf dem Weg nach Bozen wartete Gampers Schwester bei Schloß Ried mit etwas Proviant und Geld für die bevorstehende Reise. |
Die politische Situation vor 100 Jahren Ein Verlag entsteht Der erste Weltkrieg Von Namensänderungen und Attentaten Und dann kam Hitler Die Handelsbetriebe als Säulen des Unternehmens Die abenteuerliche Flucht von Kanonikus Gamper Was Lebensmittel mit einem Memorandum zu tun haben Ein neuer Anfang Rehabilitation in allen Belangen Die Druckerei am Weinbergweg entsteht ... Und die Druckerei wächst und wächst ... Auch Athesia-Tyrolia- Druck platzt aus allen Nähten |
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